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Referate und AGs

Referat für Fortbildung und Abrechnung

Fortbildung

Das fachliche Ziel des "Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen - BDO" ist die kontinuierliche Fort- und Weiterbildung der Mitglieder. Diese Aufgabe wird vom "Referat für Fortbildung" wahrgenommen. Das Fortbildungsreferat bietet Kurse im In- und Ausland mit dem Ziel an, die Teilnehmer im kleinen Kreis mit hochqualifizierten Referenten zusammenzubringen.

Wissensvermittlung auf hohem Niveau, kombiniert mit interkollegialem Gedankenaustausch ist das Ziel des Fortbildungsreferates.

Schwerpunkt der Fortbildung sind, der Zielsetzung des Verbandes entsprechend, chirurgische Themen, aber auch Abrechnungskurse und implantatprothetische Kurse werden angeboten.

Seit 1996 bietet der BDO ein "Continuing Education Program" an, das nach drei Jahren mit einem Abschlußzertifikat endet.
Es beinhaltet die Bausteine "Implantologie, Parodontologie, Radiologie, Traumatologie und zahnärztliche Anästhesiologie".

Zu jedem Baustein werden verschiedene Kurse angeboten.

Da im Inland eine Vielzahl -auch hervoragender- Kurse bereits existieren, hat das Fortbildungsreferat des BDO seine Aktivitäten vor allem auf Kurse im Ausland konzentriert. So existiert z.B. eine sehr enge Verbindung zur "University of California, Los Angeles- UCLA", an der jährlich einwöchige BDO-Kurse stattfinden.

Vor allem in Amerika ist es jederzeit möglich, Studienaufenthalte oder Praxisbesuche vor Ort zu vermitteln, aber auch im europäischen Ausland verfügt der BDO über zahlreiche Kontakte.

Im Bereich der Helferinnenfortbildung hat der BDO neue Wege beschritten. So wurde ein Curriculum zur "Oralchirurgischen Fachhelferin" entwickelt. Dieses wurde von der LZK-Westfalen-Lippe übernommen.

Referenten:

  • Dr. Martin Ullner Dr. Martin Ullner
    Burgeffstraße 7a
    65239 Hochheim

    Tel.: 06146 - 601120
    Fax: 06146 - 601140
    info@praxis-ullner.de
  • Dr. Mathias Sommer Dr. Mathias Sommer
    WDR-Arkaden, Elstergasse 3
    50667 Köln

    Tel.: 0221-2584966
    Fax: 0221-2584967
    praxis@docsommer.de
  • Dr. Mathias Sommer Dr. Markus Blume
    Uhlstraße 19-23
    50321 Brühl

    Tel.: 02232-943486
    Fax: 02232-943487
    info@zahnchirurgie-bruehl.de

Abrechnung

Fachliche Kommentierung oralchirurgisch relevanter Abrechnungspositionen. Vorschläge bei Änderung der Gebührenordnungen sowohl auf Körperschaftsebene als auch auf ministerieller Ebene. Eintreten für eine Op-Pauschale für Zahnärzte. Vorschläge für Analogpositionen bei neuen Leistungen. Kontakte zu Entscheidungsträgern.

AG für zahnärztliche Anästhesiologie

Um den Erfordernissen einer intensiven Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der zahnärztlichen Anästhesie gerade für die Oralchirurgie Rechnung zu tragen, wurde bereits im Jahre 1985 innerhalb des "Bundesverbandes Deutscher Oralchirurgen" (damalige Namensgebung die "Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Anästhesiologie im BDO" ins Leben gerufen. Damit sollte auch der in der "Weiterbildungsordnung für Oralchirurgie" beschriebenen intensiveren Ausbildung auf dem Gebiet der zahnärztlichen Anästhesie Rechnung getragen werden.

Ziel der neu gegründeten "Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Anästhesiologie" war es, Kongresse, Seminare, Weiterbildungen und Workshops in den Themenbereichen "Lokalanästhesie", "Sedationsverfahren", "Behandlung von Risikopatienten" und die Therapie akuter Notfälle, weiterhin die zahnärztlich-chirurgische Therapie in Allgemeinanästhesie als Themen für die Mitglieder des Verbandes, aber auch für alle interessierten Zahnärzte und Oralchiurgen, bzw. Kieferchirurgen, zu organisieren.

Weiterhin sprach sich der Vorstand bereits zum damaligen Zeitpunkt einstimmig dafür aus, mit der Arbeitsgemeinschaft Verbindungen zu internationalen Verbänden und Organisationen aufzunehmen und, wenn möglich, die Mitgliedschaft in den internationalen Fachverbänden für zahnärztliche Anästhesie zu beantragen.

Anläßlich der ersten "Weltkongresse für zahnärztliche Anästhesie" in London und Tokyo hatten nationale Verbände die "International Federation of Dental Anesthesiology Societies - IFDAS" gegründet.

Anläßlich des "4th World Congress of Modern Pain Control in Dentistry", der in 3jährigen Abständen von der "International Federation of Dental Anesthesiology Society- IFDAS" ausgetragen wird, wurde die "Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Anästhesie im BDO" als Vollmitglied aufgenommen.

Interessierte nationale Gesellschaften, überwiegend aus den USA, Großbritannien und Japan, haben sich zu diesem Weltverband zusammengeschlossen.

Ziel dieses Verbandes war es, Verfahren der Schmerz- und Streßkontrolle bei zahnärztlicher Anästhesie weiterzuentwickeln, ihre Verbreitung zu fördern und die internationale Zusammenarbeit mit interessierten Kollegen anläßlich der vom Weltverband organisierten Kongresse zu ermöglichen.

Weiterhin suchte die neue "Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Anästhesie" auch Anschluß an die "European Federation for the Advancement of Anesthesia in Dentistry - EFAAD", die anläßlich europäischer Kongresse für zahnärztliche Anästhesie bereits 1974 gegründet wurde.

In einem Interimsmeeting im April 1986 in Davos wurde die "Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Anästhesie" in den Kreis der EFAAD-Organisationen aufgenommen, und anläßlich des Treffens 1987 in Lugano als Vollmitglied der EFAAD anerkannt.

1.Symposium für zahnärztliche Anästhesie

1986 richtete die "Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Anästhesie" gemeinsam mit den europäischen Kollegen das "1.Symposium für zahnärztliche Anästhesie" in Deutschland aus, zu dem interessierte Zahnärzte und Anästhesisten aus 8 europäischen Ländern nach Trier kamen.

Die Veranstaltung war der erste zahnärztliche Kongress in Deutschland, der sich alleine der Thematik zahnärztlicher Anästhesie widmete.

Es wurde anschließend beschlossen, diese Kongresse in 2jährigem Abstand in Trier durchzuführen.

Bereits 1988, anläßlich des Weltkongresses in Canberra, Australien, wurde die Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Anästhesie mit der Organisation des "7th World Congress on Modern Pain Control in Dentistry" 1994 betraut. Weit über 600 interessierte Kollegen aus über 30 Nationen nahmen an diesem Weltkongress in Trier teil, der erstmals von der "International Federation of Dental Anesthesiology Societies - IFDAS" und der "International Association for Dentistry of the Handicapped - IADH" als gemeinsamer internationaler Congress organisiert wurde.

Neben der Fort- und Weiterbildung ist die Repräsentanz der bundesdeutschen Oralchirurgen in den internationalen Gremien zahnärztlicher Anästhesie und zahnärztlicher Behindertentherapie sowie auch der Kontakt zu Oralchiurgen in den der "IFDAS" und "IADH" angeschlossenen Mitgliedsverbänden wesentliches Ziel.

Dank der frühen internationalen Orientierung der Arbeitsgemeinschaft verfügt der BDO heute über Kontakte zu Kollegen in vielen Ländern, insbesondere enge Beziehungen zu der "American Dental Society of Anesthesiology - ADSA" und dem "Japanese Board of Dental Anesthesia - JBDA".

Mit der American Dental Society besteht ein Abkommen zu gegenseitigen Anerkennungen der Continuing Education Veranstaltungen.

1996 fand mit dem "6. Symposium für zahnärztliche Anästhesie" der von der "Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Anästhesiologie" organisierte Congress zum vorerst letzten Male in Trier statt.

Das 7. Symposium für zahnärztliche Anästhesie wurde gemeinsam mit dem "4. Herbstsymposium des Philipp-Pfaff-Institutes, Berlin" und dem "Europäischen Kongress für Oralchiurrgie" vom 01.10. - 04.10.1998 in Berlin ausgetragen.

Mit seinem wissenschaftlichen Engagement will der "Berufsverband Deutscher Oralchiurgen - BDO" zur Organisation einer "Continuing Education" seiner Mitglieder nachkommen, gleichzeitig aber auch die Kompetenz der Zahnheilkunde für die Verfahren der Schmerzkontrolle bei zahnärztlichen Eingriffen unterstreichen.

Mitglieder des BDO sind automatisch Mitglied in der "Arbeitsgemeinschaft für Anästhesiologie".

Bei Novellierungen der Weiterbildungsordnung stellt der BDO seine Vorstellungen dar.

Wichtiges Ziel war die Aufstellung eines OP-Kataloges.

Der Vorsitzende ist Mitglied im Weiterbildungsausschuß "Oralchirurgie" der Bundeszahnärztekammer.

Der BDO hat eine geordnete Weiterbildung von Assistenzpersonal für den zahnärztlich - chirurgischen Bereich erarbeitet. Unsere MitarbeiterInnen werden u.a. in operativer Hygiene, Abrechnungsfragen etc. trainiert.

Die Kammer Westfalen-Lippe hat diese Konzept bereits übernommen.

Eine wesentliche Aufgabe sieht der BDO in der Pflege internationaler Kontakte für den europäischen und außereuropäischen Bereich.

Hier sind vor allem die Kontakte in die USA, JAPAN, FRANKREICH, SÜD-AFRIKA, SPANIEN, PORTUGAL, ITALIEN und SYRIEN hervorzuheben. In diesem Zusammenhang ist hier besonders die Pflege kollegialer Kontakte auf Verbandsebene und zu den ausländischen Kollegen zu nennen. Dazu dienen Tagungen, Fortbildungen sowie die Einrichtung der Ländervereinigungen des BDO.

Stand: 12.02.2002

AG für Implantologie

AG für chirurgische Parodontologie

Curriculum für operative und ästhetische Parodontologie.

Erfolgreiches Gemeinschaftsprojekt von BDO und DGMKG

Längst sind die Parodontologie und insbesondere die Parodontalchirurgie aus ihrem Schattendasein herausgetreten, auch wenn ihre Bedeutung durch die Konzentration auf die Implantologie zeitweilig in den Hintergrund getreten ist. Nicht zuletzt durch die zunehmende Alterung unserer Gesellschaft wird die Parodontologie immer stärker in den Vordergrund rücken. Sie ist zu einem wichtigen therapeutischen Baustein in einem komplexen zahnärztlichen Behandlungskonzept avanciert. Die erfolgreiche Fortbildungsveranstaltung von BDO und DGMKG, die mit dem ersten Kursblock im Mai 2005 in Bad Homburg ihren Anfang nahm, möchte in qualifizierten Weiterbildungskursen praxisorientierte, parodontalchirurgische Behandlungskonzepte unter Berücksichtigung implantologischer, prothetischer und ästhetischer Anforderungen vermitteln. Der Bogen reicht von den Grundlagen moderner Parodontalbehandlungen über mikrochirurgische Techniken, gesteuerte Gewebe- und Knochenregeneration bis hin zu plastisch-ästhetischen Rekonstruktionen als Antwort auf ein gestiegenes orales Ästhetikbewusstsein.

Mehr erfahren

Weitere Informationen finden Sie im PDF-Download

  • Platzhalter Dr. Jochen Tunkel
    Königstraße 19
    32545 Bad Oeynhausen

    Tel: 05731-28822
    Fax: 05731-260898
    mail@dr-tunkel.de
    2. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für chirurgische
    Parodontologie
  • Platzhalter Dr. Maria-Theresia Peters
    Welschnonnenstr. 1-5
    53111 Bonn

    Tel: 0228-985900
    Fax: 0228-9087673
    maria-theresia-peters@t-online.de·

AG für zahnärztliche Behindertenbehandlung

Die Arbeitsgemeinschaft für Zahnärztliche Behindertenbehandlung informiert

Anlässlich der Tagung des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen in Berlin vom 9. Bis 10.12.2011 fand ebenfalls die diesjährige Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaft für Zahnärztliche Behindertenbehandlung statt.

Neben den Informationen über die sozial- und berufspolitische Entwicklung in der Zahnärztlichen Behindertenbehandlung (siehe Bericht unten) standen Themen zur aktuellen Entwicklung und der Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft auf der Agenda.

In der Zeit vom 28.-31. Oktober 2012 findet in Melbourne, Australien, der alle zwei Jahre stattfindende IADH-Kongress statt. Registrierungen können direkt über iadh2012.com, oder iadh.org vorgenommen werden. Vortragsanmeldungen sind noch bis zum 1.5.2012 möglich.

Aufgefordert sind hier alle Kolleginnen und Kollegen, die in der Behandlung von Menschen mit Behinderungen tätig sind – praxisnah oder wissenschaftlich! Da im Jahre 2014 in der Zeit vom 2.10. bis zum 4.10.2014 der IADH-Kongress in Berlin stattfinden wird und der „Kongressstab“ an die deutsche Delegation übergeben wird, ist eine hohe Präsenz deutscher Teilnehmer in Australien wünschenswert. Das Land ist darüber hinaus allemal eine Reise wert!

Die Vorbereitungen für Berlin 2014 sind bereits in vollem Gange. Die Themen sind abgestimmt, das Kongressmotto lautet: Medicine meets disability

Es soll verdeutlichen, dass die zahnärztliche Behindertenbehandlung immer eine interdisziplinäre Versorgung darstellt, Zusammenarbeit mit allen medizinischen Bereichen benötigt und auch Qualifikationen wie Logopädie, Physiotherapie, Psychosomatik einbeziehen muss.

Auch für 2014 bittet der Vorstand der AG um aktive Mitarbeit, insbesondere um Vortragsanmeldungen aus wissenschaftlichen und praxisnahen Bereichen. Wir erwarten viele Teilnehmer, nicht zuletzt nur begründet durch die Erfahrungen der IADH-Kongresse, sondern auch durch die Attraktivität der Stadt Berlin.

Neuer Schriftführer gewählt

Herr Kollege Thomas Schreiber (thomas.schreiber@o2online.de) ist als Sekretär gewählt worden. Er wird die Vorstandsarbeit ab sofort unterstützen und ist Ansprechpartner für Fragen und Anregungen. Eine neue zentrale e-mail Adresse ist eröffnet und kann zur Kommunikation genutzt werden:

specialneeds@o2online.de

Um die weitere Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft voranzutreiben ist eine erneute Werbung um Mitgliedschaft nötig. Je mehr Mitglieder die AG aufweist, um so stärker werden wir gehört, um so stärker kann unser Einfluss auch auf die Politik in der Durchsetzung der Forderung nach Verbesserung der Situation der zahnärztlichen Behandlung.

Werden Sie Mitglied und werben Sie Mitglieder – im Interesse der Menschen mit Behinderungen.

Seit 2011 ist die Arbeitsgemeinschaft assoziiertes Mitglied in der DGZMK. Anlässlich des Deutschen Zahnärztetages in Frankfurt findet am 10.11.2012 die Mitgliederversammlung der AG innerhalb dieser Tagung statt. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen.

Dr. Volker Holthaus, (Vorsitzender AG Zahnärztliche Behindertenbehandlung im BDO)
Thomas Schreiber, (Schriftführer AG Zahnärztliche Behindertenbehandlung im BDO)

Bessere zahnmedizinische Versorgung für Menschen mit Behinderung in Deutschland – gesundheitspoltische Entwicklungen

Die notwendige Verbesserung der Zahn- und Mundgesundheit für Menschen mit Behinderung wird von der AG Zahnärztliche Behindertenbehandlung seit vielen Jahren gefordert. Anlässlich des 1. Internationalen Symposiums zur zahnärztlichen Betreuung von Menschen mit Behinderung im April 2004 in Berlin wurde der Ruf nach einem gesetzlich geregelten Leistungsanspruch nicht nur durch die Zahnmedizin selbst, sondern auch durch Vertreter der gesetzlichen Krankenkassen erneut laut. Fortsetzung fanden diese Bemühungen in den Jahren 2009 und 2010 in Vorträgen und Diskussionen während parlamentarischer Abende, bei denen die Impulsreferate von der stellvertretenden Vorsitzenden der AG gehalten wurden. Teilnehmer waren nicht nur Vertreter der Zahnmedizin, sondern auch aus Politik, Ministerien und Selbsthilfeverbänden. Über den dringenden Handlungsbedarf bestand auf allen Ebenen Konsens. Seitens der Zahnmedizin (KZBV, BZÄK) und der wissenschaftlichen Fachgesellschaften (AG zahnärztliche Behindertenbehandlung und Deutsche Gesellschaft Alterszahnmedizin) wurde deshalb im Jahr 2010 ein Runder Tisch ins Leben gerufen und gemeinsam das Konzept „Mundgesund trotz Handicap und hohem Alter – Konzept zur vertragszahnärztlichen Versorgung von Pflegebedürftigen und Menschen mit Behinderungen“ mit Lösungsvorschlägen erarbeitet. Wissenschaftlich fundiert werden darin präventive und therapeutische Leistungen, der Ausgleich des Mehraufwandes für die zahnmedizinische Behandlung und die Verankerung der Anspruchsberechtigung in § 22a SGB V für Menschen mit zahnmedizinisch relevanten Behinderungen gefordert [1]. Zur Anpassung der zahnärztlichen Behandlungsmaßnahmen für Menschen mit besonderem zahnmedizinischen Fürsorgebedarf sind nicht nur gesetzliche Regelungen zur Vergütung des zeitlichen Mehraufwands bei der ambulanten zahnärztlichen Behandlung, sondern darüber hinaus Sonderregelungen für Abweichung von Richtlinien bei der prothetischen Versorgung sowie zur aufwandsadäquaten Finanzierung von Behandlungen in Intubationsnarkose erforderlich.

Mit der im März 2009 durch Deutschland ratifizierten UN-Behindertenrechtskonvention wird das Recht für Menschen mit Behinderung anerkannt, das erreichbare Höchstmaß an Gesundheit ohne Diskriminierung aufgrund von Behinderung zu genießen. Im Artikel 25 – Gesundheit -Absatz b der UN-Behindertenrechtskonvention [2] heißt es: “Insbesondere bieten die Vertragsstaaten die Gesundheitsleistungen an, die von Menschen mit Behinderungen speziell wegen ihrer Behinderung benötigt werden, ...“

Im Juni 2011 fand deshalb in Berlin auf Einladung der Vertreter des Runden Tisches ein Treffen mit Betroffenenverbänden (Menschen mit Behinderung und Pflegebedarf). Gemeinsam wurde über Möglichkeiten der Umsetzung der Forderungen das A-u-B Konzeptes beraten. Mit dem GKV-Versorgungsstrukturgesetz wurde Anfang des jahres 2012 zwar ein erster Schritt zur Verbesserung der zahnmedizinischen Betreuung für Menschen mit Behinderung gemacht, in dem finanzielle Zuschläge für aufsuchende Betreuung gewährt werden. Allerdings geht es bei der Lösung der Versorgungsprobleme vor allem darum, den Leistungsanspruch für den zahnärztlichen Behandlungs- und Präventionsbedarf festzuschreiben. Deshalb wird aktuell im Rahmen des Beschlusses des Pflegesetzes gefordert, zumindest zahnmedizinisch präventive Leistungen für diese Patientengruppen gesetzlich festzuschreiben. Auch hier wirken Zahnmedizin und Betroffene zusammen.

Ziel einer zukünftigen Gesundheitsversorgung muss es sein, Menschen mit Behinderung eine gleich gute Mundgesundheit wie der übrigen Bevölkerung zu ermöglichen. Um dies sicher zu stellen, ist es wichtig, sowohl einen chancengleichen Zugang zur zahnmedizinischen Versorgung als auch ein den individuellen Einschränkungen angepasstes zahnmedizinisches Leistungsangebot vom Gesetzgeber einzufordern.

Dr. Imke Kaschke MPH (Stellv. Vorsitzende AG Zahnärztliche Behindertenbehandlung im BDO)

Historisches

Seit mehreren Jahren unterhält der BDO eine Sektion für zahnärztliche Behindertenbehandlung und ist der IADH (International Association of Dentistry for the Handicapped) seit dieser Zeit angeschlossen. Diese internationale Gesellschaft verbindet mit dem Begriff " handicapped" nicht nur den mental beeinträchtigten Patienten, sondern sieht darin auch den "medical compromised" Patienten, also auch den zahnärztlichen Patienten mit relevanter allgemeinmedizinischer Anamnese. 1994 führte der BDO in Trier den IADH-Weltkongreß durch. Im September 1998 fand der 14. IADH-Weltkongreß in Yokohama, Japan, statt.

Der BDO war mit mehreren Vorträgen gemeldet. Anläßlich der Mitgliederversammlung in Yokohama wurde der Name in "International Association for Disability and Oral Health" geändert.

Am 23. und 24. April 2004 fand in Berlin ein Internationales Symposium zur zahnärztlichen Betreuung von Menschen mit Behinderungen unter Mitwirkung der Arbeitsgemeinschaft im BDO statt.

Das Statement von Dr. Volker Holthaus, Bad Segeberg, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Behindertenbehandlung im Berufsverband Deutscher Oralchirurgen finden Sie unter folgendem Link:

www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/presse/sym/pkholt.pdf

IADH-Weltkongress 2014

Vom 2. bis 4. Oktober 2014 wird die Arbeitsgemeinschaft in Berlin den 22. IADH-Weltkongress ausrichten.

Information zur AG Zahnärztliche Behindertenbehandlung im BDO

(assozierte AG der DGZMK)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Arbeitsgemeinschaft Zahnärztliche Behindertenbehandlung im BDO steht allen an diesem Thema interessierten Kolleginnen und Kollegen, also nicht nur Oralchirurgen, für eine Mitgliedschaft offen. Der Jahresbeitrag beträgt 50 Euro (für ordentliche Mitglieder des BDO 30 €). Zur Zeit gibt es bereits ca. 100 Mitglieder aus allen Bundesländern. Einmal jährlich findet eine Mitgliederversammlung statt, die mit Fortbildungsangeboten verbunden ist.

Wir möchten auch Sie für eine Mitgliedschaft in der AG Zahnärztliche Behindertenbehandlung interessieren.

Zukünftig soll durch die AG auch der wissenschaftliche Bereich weiter entwickelt werden. Dazu sind Untersuchungen zur Zahn- und Mundgesundheit, zu besonderen Belangen in der zahnmedizinischen Versorgung, der interdisziplinären Kooperation und der notwendigen Anpassung gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen notwendig. Als assoziierte Arbeitsgemeinschaft der DGZMK und Mitglied der Internationalen Gesellschaft IADH möchten wir deshalb besonders für die Mitarbeit von Zahnärztinnen und Zahnärzten aus Universitäten und Hochschulen werben. Alle zwei Jahre findet ein Weltkongress dieser Organisation, die Mitglied der FDI ist, statt. Insbesondere der Weltkongress der IADH, der im Oktober 2014 in Berlin veranstaltet wird, bietet eine Plattform zur Präsentation dieser Ergebnisse.

Continuing education Program

Referat Recht

Beratung von Mitgliedern bei juristischen Auseinandersetzungen bzw. Herstellung notwendiger Kontakte.

  • Urteilssammlungen
  • Bereitstellung juristisch relevanter Schriftstücke
  • Beratung von Kammern, Gerichten und anderer Organisationen
  • Benennung von Gutachtern für den oralchirurgischen Bereich
  • Beobachtung und Kommentierung möglicher Rechtsnormen für die oralchirurgische Berufsausbildung