Kontakt

Historie

Mit Einführung der Prüfungsordnung -Zahnmedizin- am 26.1.1956 hat der Gesetzgeber der wissenschaftlichen Entwicklung des Gebietes Rechnung getragen und die Zahn- Mund- und Kieferheilkunde als Bestandteil der allgemeinen Heilkunde anerkannt. Damit wurde die ZMK in Forschung, Lehre und praktischer Tätigkeit ein den übrigen Gebieten der Medizin gleichwertiges Gebiet. Die Zahnmedizin gehört an deutschen Universitäten zur medizinischen Fakultät. Das Gesetz über die Ausübung der Zahn- Mund- und Kieferheilkunde vom 31.3.1952 ist die juristische Grundlage für die Tätigkeit der zahnärztlich Approbierten.

Nachdem die Bundeszahnärztekammer schon 1955 und 1956 einen Versuch unternommen hatte, einen "Fachzahnarzt für Kieferchirurgie" in Deutschland einzuführen, der nicht zuletzt am Widerstand der Deutschen Gesellschaft der Hals- Nasen- Ohrenärzte gescheitert war, kam es dann erst anläßlich der Bundesversammlung der Bundeszahnärztekammer am 5.-7. November 1975 zu einer Verabschiedung einer Weiterbildungsordnung unter anderem für das Gebiet "zahnärztliche Chirurgie- Oralchirurgie". Es wird einer medizinhistorischen Aufarbeitung bedürfen, um die Frage zu beantworten, warum hierüber zwanzig Jahre vergehen mußten. Ein Grund wird in der Integration der nicht akademisch ausgebildeten Dentisten in den zahnärztlichen Berufsstand 1954 zu sehen sein.

Eine verbandsmäßige Organisierung der in Oralchirurgie weitergebildeten Zahnärzte lag nahe. So wurde zunächst 1982 in Rheinland Pfalz ein "Berufsverband der Zahnärzte für Oralchirurgie" gegründet. Von dort ging dann die Initiative aus, am 28. Februar 1983 in Frankfurt den "Bundesverband Deutscher Oralchirurgen e.V." zu gründen.

Ehrenvorsitzender wurde damals der Mentor der Oralchirurgie in Deutschland, Herr Prof. Dr. Dr. W. Hahn, Universität Kiel.

Auf Wunsch der Bundeszahnärztekammer wurde 1986 der Name des Verbandes in "Berufsverband Deutscher Oralchirurgen - BDO - e. V." geändert.