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Aktuelles aus 2013

G-BA beschließt QM-Richtlinie für die vertrags(zahn)ärztliche Versorgung

Der gemeinsame Bundesausschuss sowohl für die vertragsärztlichen wie für die vertragszahnärztlichen Praxen und Krankenhäuser hat am 24. Januar 2014 Vorgaben zum Aufbau von Risikomanagement- und Fehlermeldesystemen beschlossen. Die Richtlinie wird u.a. das Erfordernis einer Risikoanalyse, -bewertung, -bewältigung und -überwachung sowie Schulungen der Beteiligten als Mindeststandards vorgegeben.

Für Fehlermeldesysteme soll gelten, dass diese für Mitarbeiter in Praxen und Kliniken niederschwellig zugänglich sind und Meldungen freiwillig, anonym und sanktionsfrei erfolgen können und dass daraus entsprechende Verbesserungen resultieren.

„Bei medizinischen Behandlungen wird es immer auch unerwünschte Nebenwirkungen und Behandlungsfolgen geben. Die heute beschlossenen Regelungen sollen aber dazu beitragen, vermeidbare Fehler und Komplikationen zu verhindern", sagte Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des G-BA und Vorsitzende des für Qualitätssicherung zuständigen Unterausschusses. „Die moderne Medizin wird immer komplexer, die Arbeitsdichte in Kliniken und Praxen immer größer. Vor diesem Hintergrund werden Maßnahmen zur Fehlerprävention immer wichtiger. Im Mittelpunkt steht hierbei nicht die Frage wer, sondern was ist schuld daran, wenn Fehler passieren. Oft liegt eine Verkettung mehrerer kritischer Faktoren vor. Wenn zum Beispiel eine Spritze verwechselt wird, liegt das in der Regel nicht allein daran, dass die Ampullen ähnlich aussehen, sondern weil unter Umständen zu viel Material auf kleinstem Raum gelagert wird, oder die Lieferung der Ampullen aus der Apotheke nicht überprüft wurde oder Checklisten fehlen. Auch die Überlastung des medizinischen Personals, wenn zu viele Patienten gleichzeitig versorgt werden müssen, trägt zur Fehlerentstehung bei. Kritische Zwischenfälle nicht zu verschweigen, sondern im Hinblick auf fehlerbegünstigende Faktoren zu analysieren und Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten, ist der Dreh- und Angelpunkt von Fehler- und Risikomanagement."

Auch bisher schon sind Vertragsärztinnen und -ärzte, Vertragszahnärztinnen und -zahnärzte sowie Krankenhäuser verpflichtet, nach den bestehenden Richtlinien des G-BA ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einzuführen und weiterzuentwickeln. Die aktuellen Beschlüsse des G-BA zu Risikomanagement und Fehlermeldesystemen ergänzen diese Richtlinien. Sie werden zunächst dem Bundesministerium für Gesundheit (BMG) zur Prüfung vorgelegt und treten nach erfolgter Nichtbeanstandung und Bekanntmachung im Bundesanzeiger in Kraft. Die Beschlusstexte und die Tragenden Gründe werden in Kürze auf folgender Seite im Internet veröffentlicht:

http://www.g-ba.de/informationen/beschluesse/zum-unterausschuss/3/

Ihr Dr. Dr. Wolfgang Jakobs
Vorsitzender des BDO


Der BDO informiert im Dezember 2013

Mitgliederrundschreiben Weihnachten 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Jahr 2013 geht zur Neige. Anlass für uns, die wesentlichen Geschehen der zurückliegenden Monate Revue passieren zu lassen.
Das wichtigste politische Ereignis war sicherlich die Bundestagswahl 2013.
Die CDU wurde bei respektablen Stimmengewinnen mit Abstand stärkste Fraktion im neuen Bundestag; durch Scheitern der FDP an der 5 Prozent Hürde war jedoch die Fortsetzung der bisherigen Koalition nicht möglich. Erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik ist keine liberale Partei mehr im Bundestag vertreten. Als Ergebnis steht nach fast dreimonatiger Regierungsbildung nun eine große Koalition von CDU und SPD, die, insbesondere in Hinblick auf ihre Renten, Sozial und Steuerpolitik von Wirtschaftsexperten und Wirtschaftsverbänden mit großer Skepsis gesehen wird. Eigenverantwortung und Selbstbestimmung, Begrenzung der staatlichen Handels auf das Notwendige, diese wesentlichen Werte freier Berufe, haben in der Politik einer großen Koalition keinen hohen Stellenwert! Die Personalentscheidung der neuen Regierung zur Besetzung des Gesundheitsministeriums ist von keiner Seite erwartet worden.
Der bisherige Generalsekretär der CDU Hermann Gröhe war bis zu seiner Ernennung zum Minister nie als ausgewiesener Experte in Gesundheitspolitik in Erscheinung getreten. Auch die neue parlamentarische Staatssekretärin im BMG, Frau Ingrid Fischbach, wurde nicht mit besonderer Expertise im Gesundheitswesen in Verbindung gebracht!
Als gesundheitspolitischer Sprecher der CDU wird aller Voraussicht nach wieder Jens Spahn nominiert.
Auch wenn die SPD ihre Ankündigung, GKV und PKV in eine "Bürgerversicherung" zu überführen, in dieser Legislaturperiode wohl nicht realisieren wird, dürfte deren Gesundheitsexperte Lauterbach dieses Ziel sicher nicht aufgeben und Forderungen in der Gesundheitspolitik erheben, die eine Einheitsversicherung vorbereiten. Auch die Umsetzung und die Auswirkungen einiger gesundheitspolitischer Vorhaben der großen Koalition sind zumindest mit gewisser Sorge zu sehen. Dazu gehört die geplante Einführung eines Straftatbestandes zur "Korruption "und "Bestechlichkeit" im Gesundheitswesen. Nach Auffassung der Politik seien die bisherigen berufs- und sozialrechtlichen Vorschriften nicht geeignet, die Korruption im Gesundheitswesen wirksam zu bekämpfen und die "Unabhängigkeit ärztlicher Entscheidungen" zu bewahren.
Sicherlich wird jeder die Forderung unterstützen, Bestechlichkeit und Vorteilsnahme in Zusammenhang mit dem Erbringen ärztlicher Leistungen wirksam zu bekämpfen.

Zu befürchten steht allerdings, dass weit über dieses Ziel hinausgehende Reglementierungen und Vorschriften z.B. in Zusammenhang mit "Sponsoring" von Fortbildungsveranstaltungen etc. zu Unsicherheit und neuen bürokratischen Lasten führen werden. Der BDO wird, wie in der Vergangenheit, auch zukünftig den Dialog mit den Gesundheitspolitikern suchen um den Entscheidungsträgern gemeinsam mit den Kollegen der DGMKG und des BDK die Vorschläge und Vorstellungen der Fachzahnärzte und Fachärzte innerhalb der ZMK zu erläutern.

Die Veranstaltungen des BDO im ablaufenden Jahr waren sehr erfolgreich.
Unsere 30. Jahrestagung in Berlin war sowohl von der Teilnehmerzahl her betrachtet als auch in Hinblick auf die Qualität des wissenschaftlichen Programms ein Kongress "Highlight". Mehr als 500 Kolleginnen und Kollegen nahmen am diesjährigen BDO Kongress teil

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Bild ©Jakobs

Auch die zum Jahresabschluss in München stattfindende Tagung "Implantologie für den Praktiker" mit der gemeinsamen Gutachtertagung von BDO und DGMKG war sehr gut besucht .Trotz ernster Bedenken zum Jahresende einen weiteren Kongress anzubieten hat sich die in diesem Jahr bereits zum siebten Male durchgeführte Gemeinschaftstagung inzwischen als „die" implantologische Veranstaltung von BDO und DGMKG fest etabliert.

Im nächsten Jahr findet am 10.5. 2014 in Hamburg das 2. BDO Symposium "Praxismanagement" statt, das von den Landesgruppen Hamburg und Schleswig Holstein gemeinsam mit dem Bundesverband organisiert wird. Diese Veranstaltung mit aktuellen Informationen zu Berufsrecht, Gebührenrecht und Praxisführung soll in Ergänzung zum wissenschaftlichen Programm unserer Jahrestagungen in Berlin zukünftig in jedem Jahr an unterschiedlichen Austragungsorten wichtige Informationen zu aktuellen berufspolitischen Themen anbieten.

Zu Jahresbeginn wird Ihnen wieder das Programm der BDO Veranstaltungen 2014 zugestellt.
Alle Kongresse, Seminare, Curricula und "continuing education"-Veranstaltungen sind in diesem Programm aufgelistet. Wir wollen Ihnen so die Möglichkeit geben, frühzeitig ihre Kongress - und Fortbildungsveranstaltungen zu planen.

Ich möchte Ihnen an dieser Stelle sehr herzlich für Ihr großes Interesse am Veranstaltungsprogramm des BDO und Ihr hohes Fortbildungsengagement danken! Durch Ihr Engagement und Ihre Teilnahme an „kontinuierlicher Fortbildung" wird es möglich, Innovationen in Diagnostik und Therapie moderner Oralchirurgie zum Wohle unserer Patienten in den Praxisalltag zu überführen.

Ich wünsche Ihnen, Ihren Angehörigen und Mitarbeitern, auch im Namen des gesamten Bundesvorstands, frohe und besinnliche Weihnachtsfeiertage und Zeit für Muße und Entspannung jenseits des Praxisalltags und alles Gute für den bevorstehenden Jahreswechsel!

Mit freundlichen Grüßen
Ihr W. Jakobs
-Bundesvorsitzender BDO-


Curriculum Parodontologie in Hamburg

Praxisnahe Parodontologie:
Kurswochenende des Curriculums für operative und ästhetische Parodontologie von BDO und DGMKG in Hamburg

Vom 22.-24.November 2013 fand die zweite diesjährige curriculäre Fortbildung im Bereich der operativen und ästhetischen Parodontologie der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kie-fer- und Gesichtschirurgie und des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen statt. Erneut trafen sich parodontologisch interessierte Kollegen zur beruflichen Fort- und Weiterbildung und zum kollegialen Austausch. Den teilnehmenden Oral- und Kieferchirurgen bot sich ein abwechslungsreiches Programm aus unterschiedlichen Bereichen der Parodontologie für die erneut namhafte Referenten aus Deutschland gewonnen werden konnten.
Zunächst referierte PD Dr. Michael Stimmelmayr, Cham, über das Hart- und Weichgewebs-management in der Implantologie. Dabei zeigte er anhand von detailliert dokumentierten Fäl-len, dass zu einer erfolgreichen implantologischen Versorgung nicht nur der Aufbau des Hart-gewebes und die korrekte Positionierung des Implantates gehört, sondern auch die chirurgi-sche und vor allem prothetische Ausformung des Weichgewebes von entscheidender Bedeu-tung ist.
Dr. Sonja Sälzer, Kiel, bot den Teilnehmern einen Überblick, wie Parodontologie in der Pra-xis in ein systematisches Behandlungskonzept integriert werden kann und zeigte von der Dia-gnostik über die nicht-chirurgische bis zur chirurgischen Therapie das Vorgehen zur Behand-lung der Parodontitis.
Die medizinisch-zahnmedizinische Problematik der antiresorptiven Therapie mit Bisphospho-naten und Denosumab und Ihren Einfluss auf insbesondere chirurgische Parodontitistherapien zeigte Prof. Dr. Dr. Knut Grötz aus Wiesbaden. Dabei betonte er, dass die mit diesen Medi-kamenten assoziierten Kiefernekrosen auch ohne chirurgische Interventionen bei starken Ent-zündungen, zum Beispiel auf dem Boden einer schweren chronischen Parodontitis, entstehen können. Daher ist eine sorgfältige Parodontitistherapie und -prophylaxe bei diesen Patienten von großer Wichtigkeit.
„Zahnerhalt oder Implantat" - mit dieser Frage setzte sich Dr. Jochen Tunkel, Bad Oeynhau-sen, in seinem Vortrag auseinander. Dabei stellte er anhand von Fallbeispielen die verschie-denen parodontologischen und implantologischen Therapiemöglichkeiten dar und versuchte anhand von Langzeiterfolgsdaten die Therapieentscheidung gegeneinander abzuwägen. Gleichzeitig stellte er Behandlungsmethoden vor, wie Implantate beim Parodontitispatienten vorhersagbar inseriert werden können.
Am letzten Fortbildungstag zeigte Dr. Raphael Borchard aus Münster aktuelle Konzepte der plastischen und periimplantären Parodontalchirurgie. Dabei betonte er, dass im Zuge der Implantologie die klassischen parodontalchirurgischen Maßnahmen wie chirurgische Kronen-verlängerung und bindegewebiger Kammaufbau nicht außer Acht gelassen werden sollten, da gerade im Frontzahnbereich oft ästhetisch ansprechendere Ergebnisse erreicht werden können.
Die jeweils über drei Stunden erfolgten Vorträge gaben nicht nur vertiefte Einblicke in die aktuelle parodontologische Wissenschaft, sondern zeigten auch praxisnahe Therapiekonzepte, die Impulse zu weiterführenden kollegialen Gesprächen gaben.
Im Dialog mit den anwesenden Kollegen wurde deutlich, dass viele gerade diesen Austausch mit Freunden, Bekannten und anderen Kollegen besonders schätzen und auch das Wochenen-de für ein gemeinsames Zusammensein über den Fortbildungskurs hinaus nutzen.

Wir freuen uns daher auch an den kommenden Wochenenden in Düsseldorf (28.-30.03.2014) und Hamburg (21.-23.11.2014), viele Kollegen zum Eintauchen in die Welt der Parodontolo-gie und Implantologie begrüßen zu dürfen.

Dr. Jochen Tunkel
1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft operative Parodontologie im Berufsverband Deut-scher Oralchirurgen

Dr. Marie-Therese Peters
2. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft operative Parodontologie im Berufsverband Deut-scher Oralchirurgen



Implantologie für den Praktiker

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Ort: Hilton City München
Datum: 13. + 14.12.2013

Das Programm mit den Links zur Anmeldung und Zimmerreservierung finden Sie hier

Curriculum Implantologie BDO/DGMKG November

Die Veranstaltung findet vom 22.-24.11.2013 im Sofitel Alter Wall in Hamburg statt.

Programm  |  Anmeldelink


Curriculum Parodontologie BDO/DGMKG November

Die Veranstaltung findet vom 22.-24.11.2013 im Sofitel Alter Wall in Hamburg statt.

Programm  |  Anmeldelink


Pressemitteilung BDO-Jahrestagung 2013

Pressemitteilung des BDO zur 30. Jahrestagung und zum wissenschaftlichen Kongress des Verbandes am 15. / 16. November 2013 im Maritim Hotel, Berlin

Vom 15. bis 16. November 2013 findet der 30. BDO Jahreskongress unter dem Hauptthema "Oralchirurgie vernetzt" im Maritim Hotel, Stauffenbergstr. in Berlin statt.
Der Kongress steht unter der wissenschaftlichen Leitung von Herrn Prof. Dr. Dr. Knut Grötz, Wiesbaden.

In wissenschaftlichen Vorträgen, in Workshops und Seminaren und in einem eigenen Programmteil zur zahnärztlicher Anästhesie, werden insbesondere die Grenzgebiete zur oralen Chirurgie und Ihre Bedeutung für innovative zahnärztliche Chirurgie vorgestellt.
Als Ehrengäste haben unter anderem der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Herr Dr. Peter Engel, der Präsident der Landeszahnärztekammer Berlin, Dr. Schmiedel, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Herr Prof. Dr. Dr. Hemprich, die Vorsitzende des BDK, Frau Dr. Mindermann und Präsidenten oralchirurgische Gesellschaften aus den europäischen Mitgliedsländern der EFOSS, Ihre Teilnahme zugesagt.
Der BDO blickt anlässlich der Jahrestagung auch auf 30 Jahre Verbandstätigkeit zur Interessenvertretung der Fachzahnärzte für Oralchirurgie und der zahnärztlichen Chirurgie insgesamt zurück. Seit dem Jahre 2007 finden auf Beschluss der Mitgliederversammlung die Jahreskongresse in Berlin statt.
Die ersten Jahrestagungen des BDO nach Gründung waren eintägige Veranstaltungen mit einem überwiegend berufspolitischen Programm und Seminaren zu aktuellen Themen der Oralchirurgie, so der Bundesvorsitzende des BDO, Dr. Dr. Jakobs.
Der Jahreskongress 1986 in Trier war der erste, mehrtägige, wissenschaftliche internationale Kongress des BDO, mit über 300 Teilnehmern. Weitere sehr erfolgreiche nationale und internationale Kongresse folgten, u.a. der Gemeinschaftskongress mit der International Federation of Dental Anesthesiology Societies der als Weltkongress "For Modern Pain Control" in Trier mit mehr als 800 Teilnehmern aus 30 Nationen veranstaltet wurde.
Der EFOSS Kongress der European Federation of Oral Surgery Societies, EFOSS 2002 in Trier und die erste Gemeinschaftstagung von BDO und DGMKG im Dezember 2011 in Berlin, mit 500 Teilnehmern waren weitere Meilensteine in der Geschichte der BDO Jahreskongresse.
Inzwischen hat sich die Jahrestagung des BDO als der nationale Kongress in der zahnärztlichen Chirurgie etabliert. Dieser Erfolg ist den Tagungspräsidenten und den Referenten der bisherigen Jahrestagungen geschuldet, aber auch den Mitgliedern, die durch Ihre Teilnahme den Erfolg der BDO Kongresse ermöglicht haben.
Oralchirurgische Therapie nach aktuellen wissenschaftlichen Behandlungsstandards ist nur unter Berücksichtigung interdisziplinärer Zusammenhänge, z. B. mit der Inneren Medizin, Anästhesie oder Pharmakologie zu realisieren. Die operative Therapie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde steht aber auch in Zusammenhang mit Therapiekonzepten anderer Bereiche unseres Fachgebietes, wie Parodontologie, Endodontie oder Prothetik.
Ambitioniert führt deshalb diese Jahrestagung Referenten und Teilnehmer nicht nur im innerdisziplinären Dialog der Oral- und MKG-Chirurgie zusammen, sondern freut sich auf den wissenschaftlichen Austausch mit renommierten Vertretern aus Prothetik, Parodontologie, Gerostomatologie und Pharmakologie.
"Oralchirurgie vernetzt" ist als Hauptthema dieses Jubiläumskongresses in hervorragender Weise geeignet, eine Standortbestimmung oraler Chirurgie vorzunehmen.
"Oralchirurgie vernetzt" weist zum einen auf die wichtigen Zusammenhänge und die immer bedeutsamer werdende Kooperation mit zahnmedizinischen Disziplinen hin. Immer wichtiger ist auch die Verbindung zur Medizin z.B. bei Durchführung und Planung von Therapie bei Risikopatienten.
Die demographische Entwicklung mit älter werdenden, zunehmend multimorbiden Patienten stellt bereits heute und mehr noch in der Zukunft die große Herausforderung in der zahnärztlichen Versorgung dar.
Neben den immer wieder angebotenen Kongress Themen, wie Implantologie und Anästhesiologie, widmet sich die Jahrestagung diesmal auch Schwerpunkten wie dem systemischen Risikopatienten, den nichtoperativen Therapieindikationen, den aktuellen Differenzialindikationen oder der Umsetzung von wissenschaftlichen Forschungsergebnissen in die alltägliche Praxis, erläutert der wissenschaftliche Leiter der Jahrestagung Prof Dr. Dr. Grötz.
Es ist gemeinsame Aufgabe von Hochschule, Kammern, wissenschaftlichen Organisationen und Berufsverbänden in universitärer Ausbildung, in der fachzahnärztlichen Weiterbildung und berufsbegleitender Fortbildung Kollegen und Fachkollegen auf die großen Herausforderungen, die mit den beschriebenen demographischen Veränderungen einhergehen vorzubereiten.
Da die konzentrierte Beschäftigung mit fachbezogenen Inhalten durchaus vom "Blick über den Tellerrand" profitiert, dürfen sich die Teilnehmer zusätzlich auf ein naturwissenschaftliches Highlight freuen, das bis an die aktuellen Wissensgrenzen heranführt: Professor Matthias Neubert, Mainz, wird aufzeigen, dass erst die Gesamtschau der "Welt des Kleinsten" (Teilchenphysik) und der "Welt des Größten" (Astronomie) die Voraussetzung zur naturwissenschaftlichen Beantwortung existenzieller Fragen nach dem Woher und Wohin führt.

Dr. Dr. Wolfgang Jakobs
Bundesvorsitzender BDO
Kontaktadresse:
Bahnhofstr. 54
54662 Speicher


Seminare und Veranstaltungen der Kanzlei Dr. Zentai-Heckenbücker im Herbst 2013

Der Vorstand bittet um Beachtung des Fortbildungsangebotes der Kanzlei Dr. Zentai-Heckenbücker.

Die Broschüre mit den Veranstaltungsterminen und Themen können Sie hier herunterladen.


Der BDO informiert im Juli 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Bei der bevorstehenden Bundestagswahl wird neben anderen wichtigen politischen Fragen auch über die gesundheitspolitischen Konzepte der jetzigen Koalition von CDU/CSU und FDP einerseits, und SPD /Grünen andererseits entschieden.

Das von SPD und Grünen bevorzugte Modell einer staatlich verordneten Einheitsversicherung mit Abschaffung der Dualität von gesetzlicher und privater Versicherung und Einführung einer Einheits- Gebührenordnung steht gegenüber dem bewährten dualen System von gesetzlicher und privater Krankenversicherung zur Wahl.

Um Ihnen die unterschiedlichen gesundheitspolitischen Vorstellungen der Parteien vor der Bundestagswahl zu verdeutlichen, haben BDO, DGMKG und BDK gemeinsam wichtige Fragen zur Gesundheitspolitik als "Wahlprüfsteine" den im Bundestag vertretenen Parteien zur Stellungnahme vorgelegt.

Die fachzahnärztlichen und fachärztlichen Verbände in der ZMK wollen so Ihre Mitglieder über die bei der Wahl zur Entscheidung stehenden Konzepte umfassend informieren.

Neben der Gesundheitspolitik stehen insbesondere in der Finanz- und Sozialpolitik unterschiedliche Konzepte von Union / FDP einerseits und SPD /Grünen und der Linkspartei anderseits zur Wahl. Die von Rot- Grün geplanten massiven Steuererhöhungen, Einführung einer Vermögenssteuer oder "Vermögensabgabe", Erhöhung der Einkommenssteuer und der Erbschaftssteuer werden die jetzt schon sehr hohen steuerlichen Belastungen von Mittelstand und Freiberuflern weiter erhöhen.

In manchen Unternehmen würden nach Einschätzung der DIHK ,dem Dachverband der Industrie und Handelskammern die Belastung mit Steuern und Abgaben auf bis zu 80 Prozent steigen.

Gleichzeitig werden von allen Parteien mit Ausnahme der FDP milliardenteure Wahlgeschenke in Aussicht gestellt.

Trotz Rekordsteuereinnahmen einerseits und der extrem hohen Staatsverschuldung ( ca. 2.06 Billionen ) die momentan nur aufgrund der extrem niedrigen Leitzinsen die Haushalte von Bund und Ländern weniger belastet, wurden weitere Sozialleistungen (z.B. das Betreuungsgeld ) eingeführt statt zusätzliche Einnahmen zum Schuldenabbau zu verwenden .

Mit Zinssätzen auf Rekordtief unterhalb der Inflationsrate zahlen Sparer mit schwindendem Vermögen für die politisch gewollten niedrigen Zinsen im Euroraum.

Es ist immer nur von Umverteilung und Solidarität aber immer weniger von Eigenverantwortung und Freiheit die Rede. Bereits jetzt wird diskutiert den Solidaritätszuschlag "zur Körperschaftssteuer, Kapitalertrags- und Einkommenssteuer der ursprünglich zur Finanzierung des Aufbaus der neuen Bundesländer eingeführt wurde, über das Jahr 2019 hinaus weiter zu erheben um "Investitionen" in die Infrastruktur zu finanzieren. Rekordsteuereinnahmen des Staates bei teilweise bereits leistungsfeindlicher und demotivierend hoher Abgabenbelastung reichen, wie viele Politikern glauben machen wollen, nicht aus, um Investitionen in die staatliche Infrastruktur zu finanzieren. Nur etwa neun Prozent der Steuereinnahmen verwendet der Staat für Investitionen, der überwiegende Teil der Rekord- Steuereinnahmen wird für konsumtive Ausgaben genutzt deren Anteil durch in Aussicht gestellte Wahlgeschenke eher steigen dürfte. Egal wie hoch die Steuereinnahmen des Staates ausfallen er kommt nie damit aus!

Das Grundproblem des heutigen Sozialstaates ist , jedem Bürger eine übernahme der kompletten "Daseinsfürsorge" durch den Staat unabhängig von Eigenleistung, Eigeninitiative und Eigenverantwortung versprechen zu wollen. "Europas Sozialstaaten mit einem Anteil von 7 Prozent an der Weltbevölkerung und 25 Prozent der Weltwirtschaftsleistung leisten sich 50 Prozent der weltweiten Sozialausgaben" warnte Angela Merkel in einem Interview der Financial Times.

Trotz dieser richtigen Analyse wollen jedoch neben SPD, Grünen und Linken auch die CDU / CSU die Sozialausgaben z.B. bei Renten und Pflege erhöhen.

Wie die Energiewende und Euro Rettung sollen wegen "gefühlter fehlender Verteilungsgerechtigkeit "steigende Sozialausgaben und zusätzliche Belastungen der Leistungsträger vermeintlich "alternativlos "sein, trotz Sozialausgaben auf Rekordhöhe!

Bis zu 60 Milliarden steuerliche Mehrbelastung von Bürgern und Unternehmen die sich aus den verschiedenen Steuer-und Ausgabeplänen der Oppositionsparteien ergeben würden die Rahmenbedingungen auch für unsere Berufsausübung nachhaltig verschlechtern.

Die Ergebnisse der Bundestagswahl und unsere Wahlentscheidungen werden daher wichtige Weichenstellungen für unsere berufliche und private Zukunft bringen, nicht nur aufgrund der unterschiedlichen gesundheitspolitischen Konzepte von Regierung und Opposition.

Mit freundlichen Grüßen

W. Jakobs

-Bundesvorsitzender BDO-

Die Stellungnahmen der Parteien zu den Wahlprüfsteinen konnen Sie nachfolgend einsehen:


Der BDO informiert im Juni 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen

in der vergangenen Woche hatten die Vorsitzenden der fachzahnärztlichen und fachärztlichen Verbände in der ZMK, BDK, DGMKG und BDO Gelegenheit zu gemeinsamen Gesprächen mit Bundesgesundheitsminister Bahr in Berlin.

Im Vorfeld der Bundestagswahl 2013 wollen BDK, DGMKG und BDO insbesondere die gesundheitspolitischen Konzepte der derzeitigen Regierungsparteien im Vergleich mit den politischen Plänen von SPD und Grünen erörtern.
Das Gespräch mit Minister Bahr verlief in einer sehr angenehmen, sachlichen Atmosphäre. Die gemeinsame Pressemitteilung ist unter diesem Artikel einzusehen.

Ein wesentlicher Gesprächsinhalt waren die Pläne der Opposition zur Einführung einer "Bürgerversicherung " und das klare Bekenntnis des Ministers an der bisherigen ,,Dualität" im Gesundheitssystem festzuhalten. Es bestand Konsens zwischen allen Gesprächsteilnehmern, dass eine Einheitsversicherung mit der von der Opposition geplanten Einheitsgebührenordnung die hohe Qualität der ambulanten ärztlichen und zahnärztlichen Versorgung gefährdet.
Wichtige weitere Diskussionspunkte waren der Abbau der überbordenden Bürokratie im Gesundheitswesen und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum Erhalt der freiberuflichen Praxen zur Sicherung der Versorgung. Der Minister wies u. a. darauf hin, dass die Rahmenbedingungen zur Wahl der Kostenerstattung in der GKV verbessert und damit dem Patienten wesentlich erleichtert wurde, sich für die unbürokratische und transparente Kostenerstattung in der GKV zu entscheiden.

Der demographische Wandel und seine Folgen für die ambulante chirurgische Versorgung in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde insbesondere im ländlichen Bereich waren weitere Gesprächspunkte. Die zunehmende Feminisierung des ärztlichen und zahnärztlichen Berufes und ihre zukünftigen Folgen durch eine zunehmende Zahl teilzeittätiger Kolleginnen wurden diskutiert.
Auf Nachfrage der Teilnehmer nach dem Stand der Novellierung der neuen Approbationsordnung wies der Minister darauf hin, dass die Vorlage des Ministeriums von den Bundesländern noch nicht ratifiziert sei, da finanzielle Mehrbelastungen von den Ländern angenommen würden.

Das Interview mit dem Bundesgesundheitsminister können Sie hier einsehen

Der BDO setzt die Reihe der gesundheitspolitischen Gespräche vor der Bundestagswahl fort. lch werde Sie über dieses Gespräch mit dem gesundheitspolitischen Sprecher der CDU, Jens Spahn, unterrichten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Dr. med. dent. Wolfgang Jakobs
- Bundesvorsitzender BDO -


Gespräch der Vorstände von DGMKG, BDK und BDO mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr

   

Gemeinsame Pressemitteilung vom 15.05.2013

Die Vorstände der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG), des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden (BDK) sowie des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen (BDO) hatten am 14. Mai Gelegenheit sich in einem knapp einstündigen Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zu gesundheitspolitischen Fragen auszutauschen.

©BMG

Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr sprach sich ausdrücklich für die Beibehaltung des in GKV und PKV gegliederten Systems aus, und betonte: "Wir sehen das Nebeneinander von gesetzlicher und privater Krankenversicherung als zentrales Element eines freiheitlichen Gesundheitswesens."

Nach Auffassung des Bundesgesundheitsministers hat die Gesundheitspolitik der letzten dreieinhalb Jahre eine liberale Handschrift getragen. "Insbesondere im Bereich Bürokratieabbau haben wir viel vereinfacht. Das populärste Projekt war sicher die Abschaffung der Praxisgebühr. Diese hat nicht nur Patientinnen und Patienten geärgert, sondern hat auch einen erheblichen bürokratischen Aufwand in den Zahnarzt- und Arztpraxen verursacht. Die Neuregelung der GOZ und insbesondere die Abschaffung der strikten Budgetierung sind weitere Erfolge, die die christlich-liberale Regierungskoalition umgesetzt hat."

Dr. Gundi Mindermann, 1. Bundesvorsitzende des BDK/Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden: "Das Gespräch mit Herrn Bahr hat einmal mehr verdeutlich, wie wichtig dem Ministerium der Austausch mit allen fachärztlichen/fachzahnärztlichen Verbänden der Zahn, Mund- und Kieferheilkunde ist. Die fachlichen, demographischen  und betriebswirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Zukunft der Zahnärzte wurden diskutiert.

Dr. Dr. Wolfgang Jakobs, Vorsitzender des BDO/Berufsverband Deutscher Oralchirurgen: "Die fachzahnärztlichen Verbände hätten sich in der laufenden Legislaturperiode eine stärkere Umsetzung liberaler gesundheitspolitischer Positionen gewünscht. Das Gespräch hat jedoch auch die Zwänge aufgezeigt, denen sich auch ein Minister in einer Koalition ausgesetzt sieht."

Prof. Dr. Dr. Alexander Hemprich, Präsident der DGMKG/Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer-, Gesichtschirurgie: "Insbesondere für die Hochschulmedizin war es uns wichtig, noch einmal zu verdeutlichen, wie dringlich die Neufassung der zahnärztlichen Approbationsordnung ist. Leider müssen wir feststellen, dass wir in dieser Legislaturperiode nicht mehr mit einer Umsetzung rechnen können, wir hoffen dennoch auf eine baldige Realisierung."


Bericht über Curriculum PA in Düsseldorf vom 26. bis 28.4.2013

Curriculum für operative und ästhetische Parodontologie

Das in 2005 von BDO und DGMKG initiierte erfolgreiche Konzept einer gemeinsamen Fortbildung auf dem Gebiet der operativen und ästhetischen Parodontologie hat sich mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Fortbildungsprogramms des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen etabliert. Die diesjährige Frühjahrstagung fand vom 26. - 28. April in Düsseldorf statt.
Zahlreiche interessierte Kollegen aus allen Teilen Deutschlands fanden sich in der Rheinmetropole ein, um sich auf dem Gebiet der Parodontologie auf den neuesten Kenntnisstand zu bringen. Die gebotene Fortbildung war alles andere als langatmig, was neben renommierten Referenten nicht zuletzt einem sehr abwechslungsreichen Themenspektrum zu verdanken war.
Den Auftakt der diesjährigen Veranstaltungsreihe bildete der Vortrag von Dr. Dr. Sebastian Becher über die systematische Parodontitistherapie. Ausführlich wurden die einzelnen Schritte von der Diagnose bis zur Nachsorge aufgezeigt. Ziel der Parodontaltherapie ist die Beseitigung der Infektion, das Aufhalten der parodontalen Destruktion und die Regeneration des zerstörten parodontalen Gewebes. Die entsprechenden diagnostischen und therapeutischen Instrumente wurden anschaulich vorgestellt.

Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Parodontalchirurgie. Unter dem Thema "Regenerative Therapiemethoden in der Parodontologie" lotete Prof. Dr. Michael Christgau die Möglichkeiten und Grenzen aus. Aufbauend auf der Klassifikation parodontaler Knochendefekte stellte Kollege Christgau die aktuellen Therapiekonzepte vor. Neben der Möglichkeit des Einbringens von Knochen oder Knochenersatzstoffen sind weitere Therapieoptionen die gesteuerte Geweberegeneration, die Anwendung biologisch wirksamer Proteine und die Kombination von Knochenersatzmaterial mit Guided Tissue Regeneration (GTR) oder mit Proteinen. Zurzeit ist eine Regeneration nur möglich mittels GTR und Schmelzmatrixproteinen (Emdogain). Die alleinige Anwendung alloplastischer Materialien hat keine regenerative Wirkung, dagegen sind autogene, allogene oder xenogene Materialien partiell regenerativ wirksam. Trotz erwiesener Effektivität der regenerativen Verfahren besteht eine große Variabilität und Heterogenität beim Heilungsverlauf. Wichtige Einflußfaktoren sind die Lebensgewohnheiten und die Compliance des Patienten, die Operationstechnik und nicht zuletzt die Defektmorphologie und die Dicke der Gingiva.
Am nachfolgenden Fortbildungstag wurde die Indikation für eine chirurgische Parodontaltherapie näher eruiert. Die Referentin Dr. Inga Harks aus Münster stellte provokativ ihren Vortrag unter das Thema "Ist Parodontitistherapie Chirurgie". Nicht selten handelt es sich bei der Entscheidung für die adäquate Therapie um einen Balanceakt zwischen Kürette und Skalpell.
Dass die Parodontologie eingebettet ist in ein synoptisches Therapiegeschehen, beleuchtete eingehend Frau Dr. Christina Tietmann aus Aachen in ihrem Vortrag über "Interdisziplinäre Therapiekonzepte zum Erhalt stark parodontal vorgeschädigter Zähne". Hierbei richtete sie das Augenmerk vorwiegend auf die reziproke Beeinflussung von Kieferorthopädie und Parodontologie, sowie von Implantologie und Parodontologie. Festzuhalten bleibt, dass kieferorthopädische Bewegungen kein neues Attachement erzeugen und durchaus auch in regenerativ vorbehandelten Knochenarealen möglich sind. Dabei zeigen sich sogar synergetische Effekte durch die Bildung von neuem Wurzelzement und neuem parodontalen Knochen. Bezüglich der Implantologie kann klar postuliert werden, dass Patienten, deren Zahnverlust auf Parodontitis basiert, innerhalb der ersten 10 Jahre nach Implantatversorgung signifikant häufiger an Periimplantitis erkranken als Patienten, deren Zahnverlust andere Ursachen hatte. Trotzdem stellt die Implantation in einem parodontal vorgeschädigten Gebiss keine Kontraindikation dar unter der Voraussetzung, dass die parodontale Erkrankung vollständig therapiert wurde und ein stringentes Recall eingehalten wird.
Die Bedeutung der Interdisziplinarität wurde auch im Vortrag von Dr. Ralf Rössler über die Risikofaktoren in der Parodontologie und Implantologie evident. In kurzweiliger und dennoch sehr informativer Weise wurden die beinflussbaren und nicht beinflussbaren Risikofaktoren beleuchtet. Zu den ersteren zählen die lokalen Faktoren und die Verhaltensfaktoren, wie Rauchen und Stress, zu den letzteren die systemischen Faktoren, wie genetische Veranlagung, einige Allgemeinerkrankungen, endokrine Veränderungen und bestimmte Medikamente. Klar erwiesen ist, dass Raucher ein erhöhtes Risiko haben an einer Parodontitis oder Periimplantitis zu erkranken. Ebenso besteht Konsens darin, dass psychosozialer und emotionaler Stress ein Risikofaktor für eine Parodontitis sind, sowie ein potenzieller Risikofaktor für eine nekrotisierende, ulzerierende Gingivitis und Parodontitis. Genetische Besonderheiten können mit einer erhöhten Anfälligkeit für Parodontalerkrankungen in Verbindung stehen. Nicht selten manifestieren sich diese bereits im frühen Kindesalter. Patienten mit einem Interleukin-1 Genotyp weisen bei Vorliegen weiterer Risikofaktoren wie Nikotin eine progrediente Parodontitis auf.
Eine Beeinflussung des parodontalen Gesundheitszustandes durch systemische Erkrankungen ist bereits seit längerem bekannt. Eine stabile Datenlage existiert zu den Krankheitsbildern Diabetes mellitus, Herz-Kreislauferkrankungen, Frühgeburt und HIV-Infektionen. Im Hinblick auf Osteoporose und respiratorische Erkrankungen sind die vorliegenden Daten weniger aussagekräftig.
Den Teilnehmern wurde wieder einmal ein hochkarätiges Fortbildungsprogramm geboten in dem architektonisch reizvollen Ambiente des Düsseldorfer Hafens. Die Herbstveranstaltung wird dieses Jahr in Hamburg vom 22. bis 24. November stattfinden. Für nähere Informationen wenden Sie sich an boeld communication GmbH in München (contact@bb-mc.com) oder gehen Sie auf die BDO Webseite www.oralchirurgie.org.

Kontakt
Dr. Maria-Theresia Peters
Hobsweg 14 / 53125 Bonn
E-Mail: maria-theresia-peters@t-online.de


Symposion für plastisch-rekonstruktive, ästhetische Gesichts-Chirurgie von 01.-04. Mai 2013 auf Sylt

Der BDO-Vorstand möchte Sie auf das sicher sehr interesssante Symposium hinweisen.

Weitere Informationen / das Programm und einen Anmeldelink finden Sie unter >Terminkalender<.


Neue BDO-Zentrale

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Vorstand des BDO hat sich entschlossen, auf die Krise des Euro und die zunehmende Inflationsgefahr und die politische Instabilität in Europa mit einem Immobilieninvestment in einer asiatischen Metropole zu reagieren. In erster Lage in der philippinischen Hauptstadt Manila hat der BDO mit Eigenmitteln und Dank einer sehr günstigen Fremdfinanzierung eine hochwertige Immobilie erworben, die zum grössten Teil an einen internationalen Konzern langfristig vermietet werden konnte. Wir nutzen Teile der Büroflächen für unser Sekretriat. Darüberhinaus werden zukünftig die Mitgliederverwaltung und die Organisation der BDO Veranstaltungen in der neuen Zentrale angesiedelt und so die Verwaltungskosten dramatisch reduziert.

Hier Bilder unserer neuen Verwaltungszentrale in Manila.

© W. Jakobs

Anfragen und Wünsche richten Sie bitte ab sofort in "Simple English!" an unser Sekretariat/Call-Center in Manila.

Bitte beachten Sie dabei die Standarddifferenzzeit von 8 h (es ist auf den Philippinen keine Umstellung auf Sommerzeit vorgesehen) und die vor Ort üblichen Geschäftszeiten.

Bei Rückrufwünschen sollten Sie auch bedenken, daß die telefonische Beantwortung Ihrer Fragen Sie mit der entsprechenden Zeitverzögerung, vermutlich in den Nachtstunden, erreichen wird.

Der Vorstand bittet Sie für die eventuell entstehenden Störungen Ihrer Nachtruhe schon jetzt um Ihr Verständnis.

Mit den Besten Grüßen

Ihr Wolfgang Jakobs

-Vorsitzender des BDO-


Zahnimplantate bei Pferden

Standartisierte Implatate zum Ersatz von Pferdezähnen sind derzeit noch nicht erhältlich.

Der Veterinärmediziner Dr. Klaus Bosler, Fachtierarzt für Pferde in Langenau, berichtetet in mehreren Artikeln über eine Implantatinsertion bei einem Pferd, Bellarina, im Unterkieferseitenzahnbereich.


© Bild mit freundlicher Genehmigung
von Dr. Bosler, entnommen aus
hundkatzepferd 1/2011

Dabei kommt als Material ein, auch der in der Humanmedizin (Wirbelsäulenchirurgie) zugelassener, Kunststoff = PEEK (Polyetheretherketon, Ketron® ) zum Einsatz.

Nach Extraktion des Zahnes wird eine Abformung durchgeführt und das Implantat im CAD/CAM-Verfahren aus einem PEEK-Block in einem spezialisierten Labor herausgefräst, die nur maschinierte Wurzeloberfläche zur Verbesserung der Retention gestrahlt und das Implantat in die Alveole eingeklopft.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgenden Links:

http://www.hundkatzepferd.com/archive/204796/PEEK-Implantat-im-Langzeittest.html
http://pferdepraxisamried.de/media.php


Workshop "Conscious Sedation for Oral Surgery" mit Live OP´s

inkl. Reanimationsübungen und erweiterten lebensrettenden Sofortmaßnahmen! (Airway-Management) in Anlehnung an die Guidelines for "conscious sedation"

Referent: Dr. med. Dr. med. dent. W. Jakobs

Ort: Privatklinik für zahnärztliche Implantologie und ästhetische Zahnheilkunde-IZI, Bahnhofstraße 54, 54662 Speicher

Anmeldung: Tel.: 06562/9682-0, Fax: 06562/9682-50

Baustein Anästhesiologie "Continuing education program"

01.-03.03.2013

Programm und Informationen


Der BDO informiert Februar 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Im Verlauf dieser Woche wird Ihnen der Fortbildungskatalog des BDO für das Jahr 2013 zugestellt.

Der BDO veranstaltet seit nunmehr 30 Jahren Fortbildungsveranstaltungen, Curricula und Kongresse zu allen Themenbereichen der operativen Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde. Das zunehmende Interesse der chirurgisch interessierten Kollegen an den unterschiedlichsten Fortbildungsangeboten des BDO und die Vielzahl der angebotenen Seminare, Workshops, Kongresse und Curricula haben den Vorstand bewogen, ein eigenes Programmheft der BDOVeranstaltungen herauszugeben.

Zukünftig wird Ihnen jeweils zum Jahresbeginn das Programm der BDO-Veranstaltungen zugestellt. Mit der neuen Fortbildungsbroschüre erhalten Sie detaillierte Informationen über die unterschiedlichen Seminare, Kongresse, Workshops und Curricula um Ihnen eine langfristige Planung Ihrer Fortbildungsaktivitäten zu erleichtern. Neben der bereits bestehenden Zusammenarbeit mit boeld communication in München bei der Organisation der gemeinsam mit der DGMKG organisierten Curricula steht boeld communication unserem Fortbildungsreferat zukünftig auch als Partner bei der Durchführung aller BDO-Fortbildungsveranstaltungen zur Verfügung.

Wie Sie der Fachpresse entnehmen konnten, ist ein insbesondere auch für Oralchirurgen bedeutsames Urteil zur Abrechnung belegärztlich erbrachter Leistungen über die KZV ergangen. In einem Anfang Februar 2013 veröffentlichten Revisionsurteil hat das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel festgestellt, dass die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVen) nicht verpflichtet sind, die zahnärztliche Belegarzttätigkeit eines MKG-Chirurgen abzurechnen. Nach Ansicht des BSG sind derartige Leistungen allein und ausschließlich gegenüber der betreffenden Kassenärztlichen Vereinigung (KV) abrechnungsfähig. (http://juris.bundessozialgericht.de). Von einigen Juristen wird aus dem Urteil abgeleitet, es könne generell keine belegärztliche Abrechnung zahnärztlicher Leistungen gegenüber der KZV geben.

Der Bundesvorstand des BDO hat beschlossen, die Urteilsbegründung juristisch überprüfen zu lassen. Es muss geklärt werden, ob die getroffene Entscheidung auch auf nicht ärztlich approbierte Oralchirurgen angewendet werden kann, da einem nur zahnärztlich Approbierten die Möglichkeit einer Abrechnung von Leistungen über die KV nicht gegeben ist. Weiterhin will der Vorstand auch die Aussichten einer eventuellen Klage eines Oralchirurgen gegen die getroffene gerichtliche Entscheidung eruieren. Wir werden Sie zeitnah über die juristischen Stellungnahmen informieren. Von diesem Urteil unberührt besteht natürlich für Oralchirurgen weiterhin die Möglichkeit belegärztliche Tätigkeit als "Konsiliararzt" direkt mit dem Krankenhausträger abzurechnen.

Mit freundlichen Grüßen

W. Jakobs

-Bundesvorsitzender BDO-


Der BDO informiert im Februar 2013

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das aktuelle Rundschreiben steht Ihnen als PDF-Datei hier zum Downloadbereit.


Internationales Symposium für MKG-Chirurgen, Oralchirurgen und Zahnärzte

02. - 08. Februar 2013 - St. Anton am Arlberg

Weitere Informationen finden Sie unter www.stanton-kongress.de


„Ausschluss nichtverschreibungspflichtiger Medikamente von der Erstattungspflicht ist verfassungskonform“.

Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts können Sie unter folgendem Link einsehen:

http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20121212_1bvr006909.html


Dr. Luckey zum 70. Geburtstag

Dr. Horst Luckey feiert 70. Geburtstag

Am 14. Januar 2013 vollendet Herr Dr. Luckey aus Neuwied, Past-Präsident und jetziger Ehrenpräsident des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen BDO, sein 70. Lebensjahr.

Dr. Luckey ist Gründungsmitglied des BDO und war nach seiner Wahl zum ersten Vorsitzenden des Verbandes von 1983 bis 2008 ununterbrochen 25 Jahre als Bundesvorsitzender des BDO tätig.

In seiner Amtszeit hat Horst Luckey wesentliche Weichenstellungen für die Etablierung des Fachzahnarztes für Oralchirurgie innerhalb der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde initiiert.

Der Weitsicht und dem großen Einsatz des Vorsitzenden Dr. Luckey ist es zu verdanken, dass berechtigte Anliegen der Oralchirurgen in der schwierigen Gründungsphase nach Etablierung der Weiterbildung Oralchirurgie durchgesetzt werden konnten. Ohne das kämpferische Moment, das Kollege Luckey immer dann einbringen konnte, wenn es galt, existentielle Interessen der Oralchirurgen und des Verbandes zu vertreten, wäre die Gründung des BDO eine Episode geblieben.

Die Qualität der oralchirurgischen Weiterbildung im vollen Umfang zu sichern unter Einbeziehung der Traumatologie des Fachgebietes und unter Einschluss klinischer Ausbildungsabschnitte stand immer im Fokus der Arbeit des BDO und war Grundlage des berufspolitischen Engagements von Dr. Luckey.

Die Basis für die Sicherung einer leistungsfähigen Oralchirurgie als operatives Gebiet der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde war dabei das Oberlandesgerichtsurteil von Zweibrücken, das die volle chirurgische Kompetenz des Zahnarztes auf Grundlage des Zahnheilkundegesetzes rechtlich absicherte. Ohne den BDO und ohne die Standfestigkeit und die Vision des Vorsitzenden Dr. Luckey hätte es diese Grundsatzentscheidung, die von fundamentaler Bedeutung für die gesamte Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde war und ist, nicht gegeben.

Bereits unmittelbar nach Verbandsgründung war der BDO bestrebt, eine internationale Zusammenarbeit mit oralchirurgischen Verbänden und Fachverbänden zu erreichen. Nicht nur im europäischen Ausland wurden Kontakte zu Fachverbänden und oralchirurgischen Berufsverbänden hergestellt. Hervorzuheben bleibt die enge, freundschaftliche Verbindung des BDO zu oralchirurgischen Kollegen in den USA, dem Mutterland der "Oral Surgery", die Verbindungen zur IFDAS der "International Federation of Dental Anesthesiology Societies".

Dr. Luckey hat als Bundesvorsitzender des BDO immer das Ziel verfolgt, das Spektrum oraler Chirurgie in Deutschland im internationalen Vergleich am Leistungsspektrum der "Oral-Surgery" zu orientieren.

Der BDO ist weiterhin Gründungsmitglied der EFOSS " European Federation of Oral Surgery Societies" der europäischen Dachorganisation oralchirurgischer Gesellschaften.

Dr. Luckey war auch Präsident der EFOSS von 2006 bis 2009.

Horst Luckey hat europäische Kooperationen der Fachkollegen bereits zu einem Zeitpunkt gefördert, als die freie Berufsausübung für Zahnärzte in der EU noch Zukunftsvision war. Der BDO war unter seinem Vorsitz Organisator und Gastgeber europäischer und internationaler Kongresse. Der Weltkongress für zahnärztliche Anästhesie 1994 in Trier wurde vom BDO organisiert, sowie zahlreiche europäische Kongresse für zahnärztliche Anästhesie sowie der Europäische Kongress für Oralchirurgie der EFOSS 2002.

Nicht unerwähnt bleiben darf bei den Verdiensten Horst Luckeys die wichtige und auch notwendige Annäherung der beiden chirurgischen Verbände DGMKG und BDO. Auf Einladung des damaligen Präsidenten der Bundeszahnärztekammer, Herrn Dr. Dr. Weitkamp, kamen beide Verbände erstmals zusammen, um gemeinsam eine moderne, zukunftsfähige Weiterbildungsordnung "Orale und maxillo-faziale Chirurgie" zu entwerfen. Ziel war es, den "Dualismus" von Kieferchirurgie und Oralchirurgie in Deutschland zu beenden, da alle Beteiligten der festen überzeugung waren und sind, eine gemeinsame Weiterbildungsordnung stärke die operative Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde insgesamt. Eine gemeinsame Weiterbildung in "Oraler und maxillo-fazialer Chirurgie" zu schaffen, war die Vision von Dr. Luckey und ist berufspolitisches Ziel des BDO. Wenn auch dieses Ziel momentan in Deutschland noch nicht umgesetzt wurde, steht außer Frage, dass zukünftig nur eine an Medizin und Zahnheilkunde orientierte Weiterbildung eine zukunftsfähige operative Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde garantieren kann. In Frankreich wurde inzwischen eine dem damaligen Konzept entsprechende oralchirurgische Weiterbildung mit Zugang von Medizin oder Zahnmedizin etabliert. Dr. Luckey hat als Bundesvorsitzender des BDO die gemeinsamen Gespräche mit der DGMK auch dazu genutzt, die Beziehung der beiden Verbände zueinander nachhaltig zu verbessern.

Mit großer Freude kann anlässlich des diesjährigen 30-jährigen Gründungsjubiläums des BDO festgehalten werden, dass der in der Vergangenheit oft von kontroversen und harten berufspolitischen Auseinandersetzungen geprägte Umgang der beiden Verbände DGMKG und BDO heute als kollegial, offen und freundschaftlich zu bezeichnen ist und sich Kooperationen in vielen Bereichen entwickelt haben.

Der BDO war unter der Führung von Dr. Luckey immer offen für die Zusammenarbeit mit allen berufspolitischen Gruppen, Kammern und Verbänden, wenn es galt, die operative Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde als wesentlichen Bereich der Zahnheilkunde zu fördern.

25 Jahre engagiert berufspolitisch tätig zu sein und die Entwicklung eines Verbandes, seine Etablierung auf nationaler und internationaler Ebene oft gegen erhebliche Widerstände durchzusetzen, bedurften der Fähigkeit und Persönlichkeit eines BDO-Vorsitzenden, der sich stets geradlinig, engagiert und aus tiefer überzeugung visionär für die Belange der operativen Zahn Mund und Kieferheilkunde eingesetzt hat.

Die Zusammenarbeit mit Dr. Luckey ist immer geprägt von Kollegialität, einem freundschaftlichen, vertrauensvollen und respektvollen Miteinander. Es ist ihm in den vielen Jahren als Bundesvorsitzender immer gelungen, in Grundsatzentscheidungen und wichtigen Sachfragen zu gemeinsamen Lösungen zu finden, die in kontroverser, aber fairer Diskussion unter seiner Führung erarbeitet wurden und dann vom Vorstand geschlossen vertreten werden konnten. Dr. Luckey ist als Kollege und Freund immer verlässlich, offen, ehrlich, liberal im positivsten Sinne, dabei in keiner Weise beliebig, sondern stets seinen Werten verpflichtet. Er hat als Vorsitzender Grundsatzentscheidungen nie allein nach Tagesaktualität getroffen, sondern seinen Grundüberzeugungen mehr als dem Zeitgeist vertraut; eine Eigenschaft, die leider immer weniger Entscheidungsträger in Politik und Berufspolitik auszeichnet.

Horst Luckey erfreut sich an seinem 70. Geburtstag ausgezeichneter Gesundheit und körperlicher Fitness. Er ist sportlich aktiv, mit grosser Leidenschaft fährt er Mountainbike und gerne überquert er Alpenpässe. Nachdem er seine beruflichen Verpflichtungen reduzieren konnte, bleibt inzwischen mehr Zeit für dieses Hobby, das ihm sogar eine Medaille bei den "world medical games" eingebracht hat.

Im Namen des gesamten Vorstands, im Namen aller Mitglieder des BDO gratuliere ich meinem Vorgänger im Amt und lieben Freund ganz herzlich zu seinem 70 Geburtstag, verbunden mit dem herzlichen Dank für die bisherige herausragende Arbeit für den BDO und die operative Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde.

Ich wünsche dem Jubilar eine schöne Feier im Kreise von Familie und Freunden, weiterhin Gesundheit, Glück, mehr Zeit für Reisen, Oldtimer und Mountainbike und viele aktive Jahre als Ehrenpräsident des BDO!

Ad multos annos!

W. Jakobs
Bundesvorsitzender BDO


Neujahrswünsche

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ein berufspolitisch und politisch ereignisreiches Jahr geht zu Ende, das kommende Jahr mit der bevorstehenden Bundestagswahl wird wichtige und grundsätzliche Entscheidungen in Hinblick auf die zukünftige Struktur des Gesundheitssystems bringen. Die allgemeine politische Lage und der "Gesellschaftliche Mainstream" lassen erwarten, dass immer mehr staatliche Eingriffe im Gesundheitswesen erfolgen und die immer wieder von allen Politikern geforderte stärkere "Solidarisierung" der Gesellschaft den Weg zu einer Bürgerversicherung ebnen wird. Die Werte Freiheit, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung, wichtige Grundlagen unserer Berufsausübung, haben momentan keinen hohen Stellenwert und finden in den politischen Programmen der Parteien kaum noch Erwähnung. Die Staatsgläubigkeit nimmt in Krisenzeiten zu, Forderungen staatlichen Einfluss zurückzuführen, Steuern und Abgaben zu senken gelten geradezu als "unmoralisch". Wir müssen, wann immer möglich unsere Vorstellungen von einem leistungsfähigen, effektiven, freiheitlichen und zukunftsfähigen Gesundheitssystem artikulieren. Die große Wertschätzung die ärzte und Zahnärzte in der Bevölkerung genießen, trägt dazu bei, die Glaubwürdigkeit unserer Positionen bei den zu erwartenden Auseinandersetzungen zu stärken!

Im Namen des Bundesvorstands des BDO und im Namen aller Landesbeauftragten übermittle ich Ihnen, Ihren Familien und allen Mitarbeitern unsere besten Wünsche für das kommende Jahr, Gesundheit, Erfolg und persönliches Glück.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr W. Jakobs

Bundesvorsitzender BDO


Aktuelles aus 2014

05.12.2014 - Curriculum operative und ästhetische Parodontologie ab 2015 mit praktischen Übungen

Am dritten November Wochenende 2014 fand die zweite diesjährige curriculäre Fortbildung im Bereich der operativen und ästhetischen Parodontologie der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen statt.

Den teilnehmenden Oral- und Kieferchirurgen bot sich ein abwechslungsreiches Programm aus unterschiedlichen Bereichen der Parodontologie. Am Freitag lag der Schwerpunkt im Bereich der resektiven Parodontalchirurgie. Zunächst zeigte PD Dr. Jamal Stein, Aachen, eine Abgrenzung zwischen der resektiven und regenerativen Parodontalchirurgie, worauf anschlie-ßend PD Dr. Moritz Kebschull, Bonn, diese Einblicke mit Schwerpunkt auf die chirurgische Kronenverlängerung noch vertiefen konnte. Beide Referenten stellten sowohl die wissen-schaftlichen Grundlagen dar, ließen aber auch durch zahlreiche klinische Fälle die Praxisnähe nicht vermissen. Die ästhetische Parodontalchirurgie war das zentrale Thema des zweiten Tages. Dr. Stefan Schnitzer, Münster, referierte über die plastische Parodontalchirurgie und PD Dr. Arndt Happe, Münster, über das „Site Development“ zur Ausgestaltung des Interface an Implantaten. Der dritte Tage stand im Zeichen der Periimplantitis, die Dr. Jochen Tunkel, Bad Oeynhausen, als Schwerpunkt seines Vortrags gewählt hatte. Er stellte neben der Ätiologie auch verschiedene therapeutische Optionen dar, um diese Erkrankung erfolgreich zu behandeln.

Den ca. 70 Teilnehmern boten die dreistündigen Vorträge nicht nur Einblicke in die aktuelle parodontologische Wissenschaft und praxisnahe Therapiekonzepte, sondern sie gaben auch Impulse zu weiterführendem kollegialen Gesprächen, die in den Pausen auch mit den Refe-renten ausgiebig geführt wurden. Im Dialog mit den anwesenden Kollegen wurde deutlich, dass viele gerade diesen Austausch mit Freunden, Bekannten und anderen Kollegen besonders schätzen und das Wochenende für ein gemeinsames Zusammensein über den Fortbildungskurs hinaus nutzen.

Viele der anwesenden Oral- und Kieferchirurgen nutzen die erneute Teilnahme am Curriculum Parodontologie, um die nötigen Fortbildungspunkte für die Rezertifizierung als Grundlage für die Verlängerung des Tätigkeitsschwerpunktes Parodontologie zu erwerben. Um das Curricu-lum auch weiterhin spannend zu halten, haben BDO und DGMKG beschlossen, den bisheri-gen rein theoretischen Aufbau um einen praktischen Teil zu ergänzen. Hierbei soll ein Nach-mittag dazu genutzt werden, das theoretisch Erlernte auch praktisch am Tierpräparat umzusetzen. Dies wird am nächsten Kurswochenende in Düsseldorf vom 24.-26.04.2015 erstmalig der Fall sein. Schwerpunkt dieses ersten Praxisteils soll auf dem Gewebeaufbau in der Parodontologie liegen. Hier werden die Gesteuerte Geweberegeneration und die plastische Parodontalchirurgie im Vordergrund stehen. Instrumente und Materialien werden mit Unterstützung der Firmen Straumann und Stoma gestellt, lediglich Vergrößerungshilfen sollten von den Kursteilnehmern mitgebracht werden.

Wir freuen uns daher auch an den kommenden Wochenenden in Düsseldorf und Hamburg (20.-22.11.2015), viele Kollegen zum Eintauchen in die Welt der Parodontologie begrüßen zu dürfen.

Dr. Jochen Tunkel
1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft operative Parodontologie im Berufsverband Deut-scher Oralchirurgen

Dr. Marie-Therese Peters
2. Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft operative Parodontologie im Berufsverband Deut-scher Oralchirurgen


10.10.2014 - Rechenschaftsbericht des 1. Vorsitzenden,
Dr. Dr. Wolfgang Jakobs

anlässlich der Mitgliederversammlung, 4 Oktober 2014 (s. Mitgliederbereich)


04.10.2014 - Nachberichterstattung Jahrestagung
des BDO 2014

Nachberichterstattung Jahrestagung des BDO 2014

Dr. Volker Holthaus, der für seine Verdienste um die zahnärztliche Behindertentherapie mit der goldenen Ehrennadel des BDO

Nachberichterstattung Jahrestagung des BDO 2014

Prof. Dr. Jim Phero, erhielt die goldene Ehrennadel des BDO für seine Verdienste in zahnärztlicher Anästhesie

Nachbericht Jahrestagung 2014


04.10.2014 - Behandlung kompromittierter Patienten

Presse

Die stelgende Zahl von Menschen mit chronischen Erkrankungen oder schweren Behlnderungen sowie der wachsende Anteil älterer und pflegebedürftiger Menschen in der Bevölkerunt sorgen dafür, dass Zahnärztlnnen und Zahnärzte sich zunehmend auf Risikopatienten einstellen müssen. Insbesondere bei Zahnexgektionen, operative Entfernungen oder der chlrurgischen Therapie von Erkrankunten des Zahnhakeapparates sind bei diesen Patienten oft besondere Maßnahmen und die Zusammenarbeit mit anderen Arzten erforderlich. nMehr Medirin in die Zahnmedizinr, ist darum eine Hauptforderung des Berußnerbandes der lleutschen Oralchirurgen bei der diesiährigen Gemeinschaftstagung von IADH und BDO in Berlin.

Pressemitteilung


04.10.2014 - DGMKG, BDK und BDO vertiefen Zusammenarbeit: Einbindung der Fachgesellschaften zu Fragen der Versorgungsqualität gefordert

Vorstände DGMKG, BDO, BDK

Es ist bewährte Tradition geworden, dass die Vorstände des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen (BDO), der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG) sowie des Berufsverbandes der Deutschen Kieferorthopäden (BDK), anlässlich der Jahrestagung des BDO in Berlin zusammenkommen. Im Mittelpunkt des Austausches standen in diesem Jahr Fragen der Qualitätssicherung und des dazu vom Gesetzgeber initiierten Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen, das anstehende Versorgungsstärkungsgesetz, der Referentenentwurf einer neuen Approbationsordnung sowie die Verhandlungen des PKV-Verbandes mit der Bundesärztekammer zur Novellierung der GOÄ.

Pressemitteilung


04.10.2014 - Der Bundesvorsitzende des BDO und der gesamte Vorstand von der Mitgliederversammlung mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt

Dr. Dr. Jakobs

Die Mitgliederversammlung des Berufsverbandes die anlässlich des Gemeinschaftskongresses von BDO, EFOSS und IADH am Wochenende in Berlin, unter Teilnahme des Ehrenpräsidenten Dr. H. Luckey stattfand, erteilte damit dem Vorstand in beeindruckender Einmütigkeit den Auftrag die bisherige Arbeit in bewährter Weise fortzuführen, wie der im Amt bestätigte Bundesvorsitzende Dr. Dr. Jakobs nach der Wahl ausführte.

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Als weitere Mitglieder im Bundesvorstand wurden Dr. M. Ullner als stellvertretender Vorsitzender, Dr. Dr. N. Mrochen als Schatzmeister, Dr. M.T. Peters als Schriftführer und Dr. J. Schmidt als Beisitzer wiedergewählt.
Dr. Dr. Jakobs bedankte sich bei den Mitgliedern für das Wahlergebnis, das er als Zustimmung, Bestätigung und Ausdruck des Vertrauens der Oralchirurgen in die Arbeit des Vorstandes werte.

Er bedankte sich bei seinem Vorstand für die große Unterstützung und Loyalität die eine erfolgreiche Arbeit erst ermöglicht habe, gemeinsam als Team habe man das einstimmige Mandat der Mitglieder für die nächste Amtsperiode erhalten.

Das Fortbildungsprogramm des BDO für junge Kolleginnen und Kollegen in Weiterbildung, das "Continuum Education" Programm des BDO, die Curricula die gemeinsam mit der DGMKG organisiert werden und die Kongresse des Verbandes würden in bewährter Form in den nächsten Jahren angeboten.
Das Konzept Gemeinschaftskongresse zu wichtigen Themenbereichen der Oralchirurgie zu organisieren werde von den Mitgliedern eindrucksvoll unterstützt.

800 Teilnehmer beim diesjährigen Kongress von IADH, EFOSS und BDO und ein hochwertiges wissenschaftliches Programm zu Fragen der zahnärztlichen und zahnärztlich chirurgischen Versorgung von "Special care " Patienten bestätigten den eingeschlagenen Weg!

Der Bundesvorsitzende bedankte sich bei dieser Gelegenheit nochmals bei der Bundeszahnärztekammer für die Übernahme der Schirmherrschaft und die Unterstützung des Kongresses.
Durch die Zusammenarbeit sei das Thema „Kompromittierter Patient“ stärker in den Blickpunkt der Zahnärztlichen Öffentlichkeit und der Politik gerückt.

Der im nächsten Jahr stattfindende Jahreskongress von BDO, DGMKG und IFDAS mit dem Hauptthema "zahnärztliche Anästhesie " mit nationalen und internationalen Referenten werde wiederum ein immer bedeutsamer werdendes Thema bei chirurgischer Versorgung von Patienten in den Fokus der Fortbildungsarbeit aber auch der zahnärztlichen Öffentlichkeit stellen.
Schwerpunkt der berufspolitischen Arbeit bleibe die Zukunftssicherung der oralchirurgischen Weiterbildung. Der Wegfall klinischer Weiterbildung in der Weiterbildungsordnung einiger Bundesländer, der dramatische Rückgang oralchirurgischer Abteilungen an den Universitäten und die damit fehlende universitäre Basis der Oralchirurgie bestimmen die Überlegungen eine im internationalen Vergleich, gleichwertige Oralchirurgie in Deutschland durch eine zukunftsweisende Weiterbildung zu sichern. Dabei wird der BDO wie in der Vergangenheit eng mit der DGMKG und den Organen der Selbstverwaltung zusammenarbeiten.

Die Kooperation der Fachärzte und Fachzahnärzte in der DGZMK, BDK, DGMKG und BDO werde fortgesetzt und intensiviert. In allen Fragen in denen eine gemeinsame Interessenlage gegeben ist, ist die Zusammenarbeit der Fachzahnärzte und Fachärzte von großer Bedeutung betonte der wiedergewählte Bundesvorsitzende in der Mitgliederversammlung.


Juli 2014 - Der BDO informiert

Vor der Sommerpause möchte Sie der Vorstand nochmals über aktuelle berufspolitische Ereignisse und bevorstehende Veranstaltungen informieren.

Der BDO informiert


Kurzbericht und Bilder zu dem 2. BDO Symposium Praxismanagement in Hamburg, am 10.05.2014

Am 10.05.2014 fand das zweite berufspolitische Symposium des BDO in Hamburg statt.

Kurzbericht und Bilder zu dem 2. BDO Symposium Praxismanagement


Bericht über das Curriculum für operative und ästhetische Parodontologie

Die Frühjahrstagung 2014 der parodontologischen Fortbildungsreihe von BDO und DGMKG vom 28. – 30. März fand in Düsseldorf statt.

Curriculum für operative und ästhetische Parodontologie


Die Indikationsklassen zur Implantattherapie nach dem "Konsensuspapier" der Verbände BDO, DGMKG, DGI und DGZI

Liebe Kolleginnen und Kollegen, nach Zustimmung aller Verbände, zu dem in der KK am 17.09.2008 vorgeschlagenen Vorgehen, finden Sie hier die modifizierten Indikationsklassen zu Ihrer Information.

modifizierte Indikationsklassen


Der Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD

Die Endfassung des Vertrages mit dem Titel "Deutschlands Zukunft gestalten" können Sie hier einsehen.

Deutschlands Zukunft gestalten

Der Abschnitt 2.4. des Koalitionsvertrages beinhaltet die gesundheits- und pflegepolitischen Ziele.

SEPA-Umstellung zum 1. Februar 2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

eine gesetzliche Regelung der EU sieht vor, daß zum 1. Februar 2014 die bisher verwendeten nationalen Überweisungen und Lastschriften eingestellt werden.

Der neue Standard für den Zahlungsverkehr heißt SEPA = Single Euro Payments Area. Ihre dem BDO bereits erteilte, schriftliche Einzugsermächtigung kann weiter als SEPA-Lastschriftmandat verwendet werden.

Vorsorglich nennt Ihnen der BDO schon heute die unserem Verband von der Deutschen Bundesbank zugeteilte Gläubiger-ID und die künftige Angabe im Verwendungszweck :

"Der BDO beabsichtigt zum 1. Februar 2014 die uns vorliegende Einzugsermächtigung in SEPA-Basis-Mandate umzuwandeln.

Unsere Gläubiger-ID lautet: DE 53ZZZ00000272943. Als Mandatsreferenz verwenden wir Ihre Mitgliedsnummer."

Sie werden mindestens 14 Tage vor Einzug der Lastschrift (Mitgliedsbeitrag für 2014) von der Mitgliederverwaltung über die Belastung Ihres Kontos informiert.

Aus technischen Gründen ist es nicht mehr möglich, aus dem Vereinsverwaltungsprogramm heraus Faxmitteilungen zu versenden. Der Postweg ist sehr aufwendig und teuer,da keine Massendrucksachen, sondern Individualbriefe vorliegen.

Zur Kostensenkung favorisieren wir daher den Versand der Beitragsrechnung als E-Mail-Anhang. Bitte teilen Sie der BDO-Mitgliederverwaltung ihren aktuellen E-Mail-Account mit.

Vielen Dank für Ihre Mühe.

Ihr Norbert Mrochen
-Schatzmeister des BDO-



Die Indikationsklassen zur Implantattherapie nach dem "Konsensuspapier" der Verbände BDO, DGMKG, DGI und DGZI

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach Zustimmung aller Verbände, zu dem in der KK am 17.09.2008 vorgeschlagenen Vorgehen, finden Sie hier die modifizierten Indikationsklassen zu Ihrer Information.

modifizierte Indikationsklassen